Der Entlastungsbetrag (131 €) und die Erstattung für Verbrauchs-Hilfsmittel (bis zu 42 €) fallen ersatzlos weg. Wer damit heute die Haushaltshilfe bezahlt, zahlt ab Januar selbst. Als Ersatz gibt es Beratungsbesuche, aber kein Geld.
Pflegereform 2027: Wie viel fällt bei Ihrem Pflegegrad weg?
Die kostenlose Übersicht für Pflegegrad 1 bis 5: Was Ihre Familie ab Januar verliert, was verfallen kann und was Sie bis zum 31. Dezember klären sollten.
- Die Zahl für Ihren Pflegegrad, Euro für Euro
- Welches Geld verfallen kann, wenn Sie nichts tun
- Checkliste: 7 Schritte bis zum 31. Dezember
Das steht im Gesetzentwurf, Pflegegrad für Pflegegrad
Die Verhinderungspflege gibt es als eigenen Anspruch nicht mehr. Aus bis zu 3.539 € im Jahr wird ein Überbrückungsbudget von bis zu 2.285 €. Wer sich heute eine Auszeit finanziert, rechnet ab Januar neu.
Das Pflegegeld steigt um 33 € (Pflegegrad 3: 31 €). Dafür sollen Verbrauchs-Hilfsmittel (heute bis zu 42 €) künftig daraus bezahlt werden. Pflegegrad 4 und 5 behalten ein Plus von 576 € im Jahr, wenn keine Ersatzpflege daraus bezahlt werden muss.
So rechnet es die Begründung des Gesetzentwurfs. Die Schwellen steigen: Pflegegrad 2 ab 30 statt 27 Punkten, Pflegegrad 3 ab 50 statt 47,5. Anträge bis Ende 2026 beurteilt der Entwurf noch nach dem heutigen Maßstab.
Quelle: Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Pflegeneuordnungsgesetz (Kabinettsbeschluss vom 30.09.2026). Noch kein Gesetz: Bis zur Verkündung gilt das heutige Recht. Teile der bisherigen Leistungen wandern in andere Budgets, die vollständige Rechnung steht im PDF.
Und was heißt das für Ihre Familie?
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Ein Mittwoch im Januar
Bis Dezember kam jemand, hat das Bad geputzt, die Wäsche gemacht, eingekauft. Bezahlt aus den 131 €. Im Januar kommt niemand mehr, weil das Geld fehlt. Ihre Mutter macht es wieder selbst. Mit 82, auf dem Hocker, mit dem schweren Wäschekorb.
- 2
Das Geld, das einfach weg ist
60 % der Berechtigten nutzen den Entlastungsbetrag schon heute nicht (pflege.de-Studie 2024). Für angespartes Geld sieht der Entwurf keine Übergangsregel vor. Was Sie 2026 nicht abrufen, gibt Ihnen niemand zurück.
- 3
Der Feierabend, der keiner mehr ist
Sie arbeiten bis 17 Uhr. Danach fahren Sie zu Ihren Eltern: Einkauf, Wäsche, Tabletten sortieren. Am Wochenende wieder. Jede Stunde, die heute noch ein Dritter übernimmt, landet im Januar bei Ihnen. Und das schlechte Gewissen fährt jedes Mal mit.
Noch gilt das heutige Recht. Bis zum 31. Dezember können Sie handeln.
Das bekommen Sie auf 8 Seiten
Etwa 10 Minuten Lesezeit, ohne Fachchinesisch.
- S. 2Die Reform in 30 SekundenDie 5 Punkte, die Familien am härtesten treffen.
- S. 3Die Tabelle für Ihren PflegegradHeute gegen Januar 2027, Euro für Euro, für Pflegegrad 1 bis 5.
- S. 4Was verfallen kannAngespartes Geld, Fristen und was Sie 2026 noch ausschöpfen sollten.
- S. 5Ein Mittwoch im JanuarWas die Zahlen im Alltag Ihrer Familie bedeuten.
- S. 6Rechenblatt und ChecklisteIn 10 Minuten wissen Sie, was bis zum 31. Dezember zu tun ist.
- S. 7Plan BVier Wege, wenn der Entwurf so kommt.
- S. 8Der nächste Schritt15 Minuten, in denen wir Ihre Zahlen mit Ihnen durchrechnen.
Wir rechnen täglich mit den Pflegekassen ab
Die Alltagshelfer aus Recke begleiten Familien im Alltag: Haushalt, Einkauf, Begleitung. Wir sehen jeden Tag, was bei den Familien ankommt und was nicht. Deshalb haben wir die Reform für Sie übersetzt, ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.
Kurz beantwortet
Der 31. Dezember steht fest. Ihr Plan auch?
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